Wissenschaftssoziologie an der TU München

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Wissenschaftssoziologie an der TU München

Im Jahr 2012 wurde an der TU München mit der auf zehn Jahre angelegten Förderung der Friedrich Schiedel-Stiftung der Friedrich Schiedel-Lehrstuhl für Wissenschaftssoziologie eingerichtet, der dem im Rahmen der Exzellenzinitiative gegründeten Munich Center for Technology in Society (MCTS) angegliedert ist. Die Lehrstuhlinhaberin Prof. Dr. Sabine Maasen ist seit 2014 auch Direktorin des MCTS. Unter ihrer Leitung gehen die Forschungsprojekte am Stiftungslehrstuhl schwerpunktmäßig der Leitfrage nach, wie sich Gesellschaften gestalten, die in praktisch allen Handlungsbereichen technisiert sind – und sich beständig weiter technisieren. Von Interesse sind dabei die – qualitativ neuen – Durchdringungsverhältnisse von Wissenschaft, Technologie und Gesellschaft und deren soziologische Beschreibung und Einordnung. Die Gegenwartsgesellschaft wird gleichermaßen als wissensbasiert und als technisiert verstanden: Die Präsenz und Wirkungsmacht moderner Technologien in zunehmend technisierten Wissenswelten führen zur Entstehung der sogenannten TechnoSociety. Diese wird entlang der vier Parameter „Wissen“, „Organisation“, „Sozialität“ und „Natur“ sowohl mit innovativen Theoriansätzen auch als mit fundierter Empirie untersucht.  

Neben den am Lehrstuhl bereits laufenden Forschungsprojekten zur Hochschul-Governance, Robotik, Bürgerforschung, digitaler Partizipation, biologischer Produktion und nachhaltigem Konsum wird am Friedrich Schiedel-Lehrstuhl für Wissenschaftssoziologie aktuell mit der Reflexion von Neurotechniken ein neuer Forschungsschwerpunkt etabliert.