Sechs TeilnehmerInnen für das Förderprogramm „Leistung und Chance“ ausgewählt

Sechs TeilnehmerInnen für das Förderprogramm „Leistung und Chance“ ausgewählt

Insgesamt sechs junge Geflüchtete mit besonderer Vorqualifikation sind Anfang Juni 2018 für die Teilnahme am neuen Förderprogramm „Leistung und Chance“ der Friedrich Schiedel-Stiftung ausgewählt worden. Die Förderung dient der individuellen Fortbildung und beruflichen Weiterqualifizierung der Geflüchteten in der Region.

Am 7. Juni 2018 wählte eine Jury sechs Flüchtlinge aus, die in das neue Förderprogramm „Leistung und Chance“ der Friedrich Schiedel-Stiftung aufgenommen wurden. „Wir sind überzeugt von diesen jungen Menschen. Engagierte, motivierte und qualifizierte Geflüchtete in ihren Berufswünschen passgenau zu unterstützen, ist das wichtigste Ziel des Förderprogramms ‚Leistung und Chance‘“, erklärt Dr. Reinhard Dörfler, Vorstandsmitglied der Friedrich Schiedel-Stiftung.

Von den ursprünglich über 20 Bewerberinnen und Bewerbern kamen insgesamt sechs in die engere Auswahl und durften sich vor einer Jury aus Vertretern der Programmpartner (Friedrich Schiedel-Stiftung, IHK Bodensee-Oberschwaben, Handwerkskammer Ulm und Regionales Bildungsbüro Ravensburg) präsentieren. „Die Hintergründe und Geschichten dieser jungen Menschen sind vielfältig. Sie eint aber ihre besondere Qualifikation, ihr Engagement und Integrationswille“, erklärt Isabel Wagner, Projektkoordinatorin und Beraterin für Begabtenförderung von Flüchtlingen bei der IHK Bodensee-Oberschwaben. Die sechs ausgewählten Teilnehmer und Teilnehmerinnen kommen in diesem Jahr alle aus Syrien oder dem Irak und bringen neben ihren Qualifikationen aus dem Heimatland auch sehr gute Deutschkenntnisse mit und engagieren sich ehrenamtlich als Dolmetscher. Die meisten von ihnen absolvierten bereits Praktika bei Unternehmen der Region Bodensee-Oberschwaben. So auch Laila Abdo Alsawas, die in ihrem Heimatland Syrien Umwelttechnik studierte und dabei ihre Begabung für das Programmieren entdeckte. „Mit ihren hervorragenden Deutschkenntnissen, die sie hier seit ihrer Ankunft 2015 erworben hat, bekam sie nun die Zusage für einen Studienplatz der Informatik am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Mit der Förderung der Stiftung kann sie nun unter anderem die für das Studium notwendige Sprachprüfung absolvieren“, so Wagner.

„Die sechs ausgewählten Teilnehmer und Teilnehmerinnen haben uns mit ihren Präsentationen überzeugt. Wir freuen uns nun, diese jungen Menschen bei ihren Plänen mit individuellen Fördermaßnahmen zu unterstützen“, so Dörfler. Um in das Förderprogramm aufgenommen zu werden, mussten die Bewerber gemeinsam mit Paten aus Handwerk und Wirtschaft individuelle Karriere- und Förderpläne entwickeln, die neben den beruflichen Zielen auch den konkreten Förderungsbedarf aufzeigen. „Wir fördern mit dem Projekt ‚Leistung und Chance‘ konkrete Maßnahmen wie Sprach- und Computerkurse, Nachhilfeunterricht, Weiterbildungsseminare im IT-Bereich oder helfen bei der notwendigen Mobilität der Flüchtlinge“, so der Stiftungsvorstand Dörfler.

Das Förderprogramm, finanziert von der Friedrich-Schiedel-Stiftung, wurde im Jahr 2017 von der Industrie- und Handwerkskammer Bodensee-Oberschwaben (IHK) und der Handwerkskammer Ulm auf den Weg gebracht, um begabte junge Geflüchtete in ihrer beruflichen und gesellschaftlichen Integration in der Region zu fördern. Das Programm richtet sich an geflüchtete junge Menschen, die bereits gute schulische oder berufliche Qualifikationen aus ihrem Heimatland mitbringen. Bewerben können sich Geflüchtete bis 24 Jahre, die eine Aufenthaltserlaubnis haben oder aus Ländern mit einer guten Bleibeperspektive kommen und das Sprachniveau B1 erreicht haben. Das persönliche Potenzial des Geflüchteten und dessen Motivation, in der Lebens- und Arbeitswelt in Deutschland anzukommen, werden ebenso berücksichtigt wie fachliche und schulische Kenntnisse.

Die nächste Auswahlrunde startet im Juli 2018. Bewerbungen sind bis Ende September 2018 möglich. Interessierte Geflüchtete sowie Patinnen und Paten, die sie begleiten möchten, können sich gerne ab sofort an die Programmkoordinatorin Isabel Wagner wenden:

Isabel Wagner
Geschäftsfeld Ausbildung / Beraterin für Begabungsförderung von Flüchtlingen
Lindenstr. 2
88250 Weingarten

Telefon: +49 (0) 751 409-209
Telefax: +49 (0) 751 409-55177
E-Mail: wagner(at)weingarten.ihk.de

 

Weiter zur Medieninformation Nr. 97/2018 der IHK Bodensee-Oberschwaben.